Inspiration

Zwei Ansichten der Weißen Wände, des Punkers und der Durchgeknallten (inspired by INGE)

 

Weiße Wände: Eingeschleust, in Dauerhaft, und die eigene Kraft auf Biegen und Brechen gemessen an der Kraft anderer, hinter der Tür, hinter den getünchten Wänden, und sie fesseln sie mit Worten, nicht mit Händen, an die Wand gestellt, doch ohne Waffen, so scheinbar freundlich entgegenkommend, mit einem Etwas in der Hinterhand, vordergründiges Wohlwollen, der misstrauische Blick nur ein winziges Splitterfragment, wichtigstes Detail, doch unbeachtet, sie hat sich monatelang nicht gerührt, jetzt bricht die Dynamik aus ihr hervor in allen Registern, Toben Schlagen Eifer-des-Gefechts, und niemand zähmt sie auch nur mit Blicken, dreht ihr einen Strick wenn sie selbst sich aufhängt an ihrem Zorn, rasendem Eifer, sich verliert in der Farbgewalt dieser weißen Wände, sie ereifert sich, unbezwingbar und halb so zahm wie der blasse Panther des Rainer M., fleht weder Gott noch Teufel an, stumm-kreischend und missachtet das sagenumwobene altehrwürdige Gemäuer, das so viele große Namen beherbergte, einst, ihr Wesen jetzt ohne Grenzen, fliehend ohne Sturm und Drang oder jedes gezwungene Scheinhandeln wie erwartet wird von den hohen Tieren, sie füllt den Raum mit ihrer Abwesenheit und dem Glanz, der ihr bleibt aus den langen Stunden des Zeterns und des Liegens, und sie verbringt die Zeit mit sich und sich selbst allein, guter bester Gefährte in diesem Drama, sie liebt ihren Namen - Zohar.

(siehe auch: http://www.inge-musik.de)

8.6.08 13:46

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