the ultimate truth

Ich glaube, dass wir nur allzu gut miteinander kommunizieren, in unserem Schweigen, in dem, was ungesagt bleibt, und dass das, was stattfindet, ein ständiges Ausweichen ist, letzte verzweifelte Manöver, uns nicht preiszugeben. Kommunikation ist zu verstörend. Sich in das Leben eines anderen einzumischen zu beängstigend. Anderen die eigene Armseligkeit in uns zu offenbaren ist eine zu erschreckende Aussicht. - Harold Pinter

 

 

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Inspiration

Zwei Ansichten der Weißen Wände, des Punkers und der Durchgeknallten (inspired by INGE)

 

Weiße Wände: Eingeschleust, in Dauerhaft, und die eigene Kraft auf Biegen und Brechen gemessen an der Kraft anderer, hinter der Tür, hinter den getünchten Wänden, und sie fesseln sie mit Worten, nicht mit Händen, an die Wand gestellt, doch ohne Waffen, so scheinbar freundlich entgegenkommend, mit einem Etwas in der Hinterhand, vordergründiges Wohlwollen, der misstrauische Blick nur ein winziges Splitterfragment, wichtigstes Detail, doch unbeachtet, sie hat sich monatelang nicht gerührt, jetzt bricht die Dynamik aus ihr hervor in allen Registern, Toben Schlagen Eifer-des-Gefechts, und niemand zähmt sie auch nur mit Blicken, dreht ihr einen Strick wenn sie selbst sich aufhängt an ihrem Zorn, rasendem Eifer, sich verliert in der Farbgewalt dieser weißen Wände, sie ereifert sich, unbezwingbar und halb so zahm wie der blasse Panther des Rainer M., fleht weder Gott noch Teufel an, stumm-kreischend und missachtet das sagenumwobene altehrwürdige Gemäuer, das so viele große Namen beherbergte, einst, ihr Wesen jetzt ohne Grenzen, fliehend ohne Sturm und Drang oder jedes gezwungene Scheinhandeln wie erwartet wird von den hohen Tieren, sie füllt den Raum mit ihrer Abwesenheit und dem Glanz, der ihr bleibt aus den langen Stunden des Zeterns und des Liegens, und sie verbringt die Zeit mit sich und sich selbst allein, guter bester Gefährte in diesem Drama, sie liebt ihren Namen - Zohar.

(siehe auch: http://www.inge-musik.de)

8.6.08 13:46, kommentieren

Gilles: Entourée de silence, surtout. Jamais vu une femme avecce autour d'elle. Un mystère vivant protégé de murailles invisibles mais palpables. Lointaine. Inaccessible. Tu m'impressionnais beaucoup.

Lisa: Allons!

Gilles: Et ton regard ... Un regard de sage, un regard antique, un regard d'au moins deux mille ans dans un corps de jeune femme.

(Auszug aus: Petits Crimes Conjugaux, A. Michel)

 

1 Kommentar 30.3.08 16:04, kommentieren

Mein Blick schweift über die versammelte Menge der Leute. Wie oft bin ich jedoch schon beim Anblick der Menge von Gereiztheit erfasst worden (...) Lieber will ich, wie ein Geist dieser Stadt, zehn Meter über den Köpfen der Menschen schweben. Die Lage ist für einen kreativen Kopf nicht einfach. Die Versöhnung mit den Menschen lehne ich ab. Zu viele Niederschläge. Jede neue Verstörung bringt mich wirklich aus der Fassung. Ich habe längst aufgehört, den Anschluss an die Menschen zu suchen, weil sonst chaos und Repressalien drohen. Die Gesellschaft scheidet aus ihren Kreisen die Narren und Zyniker aus. So wurde ich ausgeschieden. Dafür bin ich allen dankbar.

(Auszug aus 'Der Briefeschreiber', Milena Oda) 

 

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freigeist

Paul Varjak to Holly Golightly: You know what's wrong with you, Miss Whoever-you-are? You're chicken, you've got no guts. You're afraid to stick out your chin and say, 'Okay, life's a fact, people do fall in love, people do belong to each other, because that's the only chance anybody's got for real happiness.' You call yourself a free spirit, a 'wild thing,' and you're terrified somebody's gonna stick you in a cage. Well baby, you're already in that cage. You built it yourself. And it's not bounded in the west by Tulip, Texas, or in the east by Somali-land. It's wherever you go. Because no matter where you run, you just end up running into yourself.

*breakfast at tiffany's

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